Wie alt werde ich?

Geschlecht:
männlich weiblich

Geburtstag:
(z.B. 01.10.1980)



Unser Lebensrechner basiert auf den Sterbetafeln von 2008 vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.





Wie alt werde ich denn?

Eine Frage, die sich ein jeder im Laufe seines Lebens mindestens einmal stellt. Feststeht, wird jemand zum heutigen Zeitpunkt in Deutschland geboren, hat er eine um 30 Jahre höhere Lebenserwartung als noch vor 100 Jahren. Die derzeitige durchschnittliche Lebenserwartung eines in Deutschland geborenen Jungen liegt bei 77,1 Jahren, die eines Mädchens bei 82,4 Jahren, legt man die Sterbetafel 2006/08 zugrunde. Die statistische zu erwartende Zeitspanne, die uns bis zum Tod verbleibt, wird dabei als Lebenserwartung bezeichnet. Grundlage der Berechnung ist die sog. Sterbetafel, welche auf empirischen Sterbehäufigkeiten basiert. Zudem beruht sie auf Modellannahmen für die künftige Sterblichkeitsentwicklung. Es werden Daten über die Gestorbenen und die Durchschnittsbevölkerung der letzten drei Jahre zugrunde gelegt. In aller Regel dient die Geburt als Ausgangspunkt der Berechnungen. Eine durchschnittliche von der Geburt an berechnete Lebenserwartung ist berechnet durch die Lebensjahre, die Neugeborene eines bestimmten Jahrganges durchschnittlich bis zu ihren Tod verleben. Voraussetzung ist, dass die bei der Geburt herrschenden Lebensumstände und Sterblichkeitsraten während ihres gesamten Lebens konstant vorliegen. Die sog. fernere Lebenserwartung kann von jedem beliebigen Zeitpunkt an berechnet werden. Sie beschreibt, wie viele Jahre eine 70 jährige Frau im Durchschnitt noch zu leben hat. Die Summe aus dem erreichtem Lebensalter und der ferneren Lebenserwartung liegt dabei immer höher, als die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt, da die Risiken des frühen Versterbens bereits überwunden sind. Eine heute 30- jährige Frau, hat beispielsweise eine durchschnittliche fernere Lebenserwartung von 51 Jahren und darf daher erwarten, dass sie 81 Jahre alt wird. Die verschiedensten Faktoren nehmen Einfluss auf unser zu erwartendes Lebensalter. Sowohl die medizinischen Versorgung, Stress, als auch Ernährung und Bewegung spielen bei der Beantwortung der Frage „Wie alt werde ich?“ eine wesentliche Rolle. In den letzten Jahrzenten hat sich die Lebenserwartung jedoch kontinuierlich verlängert. Derzeit spricht man von einer maximalen Lebenserwartung von 120 Jahren, wobei Wissenschaftler davon ausgehen, dass 2025 die durchschnittliche Lebenserwartung bei 90 Jahren liegen könnte. Auch wird die Lebenserwartung als wichtige sozialökonomische Größe gehandelt. Ist sie in einer Bevölkerungsgruppe hoch, ist auch der zugrunde liegende Lebensstandard in aller Regel hoch. Vor allem die Dritte Welt- Länder haben mit unzureichenden Bedingungen zu kämpfen. Daher ist hier auch die Kindersterblichkeit extrem hoch, hohe Lebensalter sind nicht zu erwarten. In den Staaten Schwarzafrikas ist sie beispielsweise unter 40 Jahre gefallen. In den Industrienationen ist eine Zunahme der Lebenserwartung jedoch gerade auf den Rückgang der Säuglings- und Kindersterblichkeit zurückzuführen. In Deutschland sterben heute von 1000 Neugeborenen nur noch fünf, vor 100 Jahren waren es noch etwa 200 Kinder. Die Chane einer 70- jährigen Person 90 Jahre als zu werden liegt zwischen 5% und 54%, je nachdem inwieweit die voranstehenden Faktoren gegeben sind. Auch ist der Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Geschlecht belegt. Die Sterblichkeit der Frauen zwischen 20 und 70 Jahren ist halb so groß, wie die der Männer gleichen Alters. Frauen werden daher in aller Regel sechs bis acht Jahre älter. Gründe dafür gibt es einige. Männer werden häufiger im Wehrdienst bzw. Krieg eingesetzt und üben häufiger gefährliche Tätigkeiten aus. Sie trinken in der Regel mehr Alkohol, gehen seltener zum Arzt. Auch die risikobehaftetere Lebensweise der vorzugsweise jungen Männer zwischen 16 und 25 Jahren führ dazu. Sie sterben beispielsweise häufiger bei Verkehrsunfällen. Auch hat das männliche Geschlechtshormon Testosteron angeblich eine lebensverkürzende Wirkung. „Bis zu den Wechseljahren schützen die Sexualhormone Frauen vor vielen chronischen Krankheiten.“, so Alfred Wolf, Gynäkologe aus Ulm. Vor allem werden bei der zyklischen Menstruationsblutung der Frau Schadstoffe, Schwermetalle sowie oxydativ wirkendes Eisen ausgesondert. Im Web gibt es die Möglichkeit, mit Hilfe eines Lebenszeitrechners seine Lebenserwartung zu berechnen. Unter dem Motto „Wieviel Zeit bleibt Ihnen noch?“ reichen Geburtsdatum und Geschlecht zur Berechnung bei www.novafeel.de/lebenserwartung-berechnen.php aus. Jedoch bieten auch andere Portale derartige Lebensrechner an. Ein stetiger Anstieg der Lebenserwartung hat jedoch in Verbindung mit der anhaltenden niedrigen Geburtenziffer eine Veränderung der Altersstruktur zur Folge. Die Zahl der über 60- jährigen nimmt bereits stetig zu. Somit gibt es potentiell mehr Rentenbezieher, der Ruhestand dauert länger. Der demografische Wandel ist und bleibt daher eine Herausforderung für die Sozialsysteme. Das Thema „Wie alt werde ich“ wird daher im Fokus der verschiedensten Wissenschaftler bleiben.